The First Avenger: Civil War

Ich wurde mal wieder von Disney zu einer Pressevorführung eingeladen! Aber da ich von diesen Superhelden-Comic-Sachen überhaupt keine Ahnung habe, hab ich einfach den „Kumpel“ hingeschickt. 😉

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Hier seine Filmkritik:

Ich sollte vielleicht gleich zu Beginn sagen, dass ich nicht alle Filme aus dem Avengers-Universum gesehen habe. „Civil War“ ist mittlerweile der 12. Film um die Avengers, da stellt sich natürlich die Frage, wie an diesem Punkt noch etwas interessantes oder neues kommen soll.

Aber mein letzter Marvel-Film war „Guardians of the Galaxy“, der absolut großartig war, deswegen wollte ich mich einfach überraschen lassen.

Der Film beginnt mit den Avengers bei ihrer alltäglichen Arbeit. Ein Superbösewicht stiehlt eine Superwaffe aus einem Super-Labor, die Helden möchten dies verhindern. Am Ende des (genretypisch sehr überzogenen und vor markigen Sprüchen strotzenden) Kampfes sprengt sich der Bösewicht in die Luft, um Captain America mit in den Tod zu reissen. Dies wird von Scarlet Witch verhindert, indem sie ihn mit ihren telekinetischen Kräften in die Luft hebt und dort explodieren lässt, leider direkt neben einem Hochhaus. Und hier beginnt die durchaus spannende Idee des Films.

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Die Menschheit beginnt, das Vertrauen in die Superhelden zu verlieren. Bei ihren Einsätzen werden regelmäßig ganze Städte in Schutt und Asche gelegt und die Regierungen der Welt verlangen, dass die Avengers Verträge unterzeichnen, die sie unter das Mandat der Vereinten Nationen stellen.
Unter den Helden entbrennt ein Streit um staatliche Kontrolle, egoistische Politiker, was gut oder böse, richtig oder falsch ist. Als dann Captain America’s Freund Buck wegen eines Anschlages gejagt wird und er der einzige ist, der an seine Unschuld glaubt, entstehen endgültig zwei Lager innerhalb der Avengers.

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Leider geht das interessante Thema um die Gefahren, die auch von Helden ausgehen, in den ständigen Kämpfen völlig unter. Es hilft auch nicht der Übersichtlichkeit, dass mit Ant-Man, Spiderman und Black Panther drei neue Superhelden mitprügeln.
Durch die Masse an Helden gibt es konstant 4-5 Schauplätze, zwischen denen ständig gewechselt wird, bis keiner mehr weiß worum es eigentlich geht.
Als es dann mit Baron Zemo (sehr gut gespielt von Daniel Brühl) endlich einen gemeinsamen Feind gibt, kommt man auch als Zuschauer wieder gut mit.

Alles in allem macht der Film aber wirklich Spass, leider blieb die Chance ungenutzt, einen Schritt weg vom reinen Baller-Prügel-Actionkino zu machen und den Zuschauer auch ein bisschen zum Nachdenken anzuregen.

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Ich empfehle, den Film in der synchronisierten Fassung anzuschauen, da überraschenderweise große Teile des Films in Deutschland und Österreich spielen, aber außer Daniel Brühl im Originalton wohl niemand wirklich deutsch sprechen konnte, was für einige Lacher im Kino gesorgt hat.
Aber es ist sehr witzig anzusehen, wie das Berliner Regierungsviertel zum Hochsicherheitsgefängnis umgewandelt wurde und ausgerechnet der „weltberühmte“ Leipziger Flughafen Schauplatz des großen Superhelden-Kampfes ist.

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