Das Leben durch den Instagram-Filter

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Die „Instagram-Brille“

Mich erreichte vor ein paar Tagen eine Email einer Leserin,ihr Brief hat mich berührt, denn nach außen wirkt Instagram wie eine rosa Seifenblasen Welt. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Ich möchte das Leben dort gefiltert sehen und meines im Gegenzug auch gefiltert wiedergeben. Niemand möchte dort Probleme sehen oder schlimme Nachrichten hören.
Es ist eher ein Ort der Wünsche, Träume, Motivationen und Ziele. Ich folge selbst Menschen die mich inspirieren und mit denen ich gerne meine Seifenblase teile. Ich liebe es meine Bilder zu bearbeiten und meine Filter darüber zulegen. Ich habe am Anfang auch lange gebraucht um genau zu wissen wie ich ein Bild für mich präsentieren möchte. Denn ein Bild sagt oft mehr als ausgesprochne Worte oder beschreibt kurz Geschichten und Gefühle. Bilder bewegen und lassen uns staunen und fühlen. Für den Moment in der rosa Seifenblase die wir uns selbst erschaffen – aus Nagellacken, Outfits, Kosmetik, Essen, Deko und Kunst. Wenn ich traurig bin schaue ich mir gerne die Bilder von anderen an. Sie inspirieren mich und lassen mich die Welt durch den Filter sehen. Damit meine ich keine 1000-Selfie-Freaks, sondern die schön hergerichteten Frühstücks- oder Mittagessensteller, Shopping Tipps und all die anderen schönen Dinge. Für mich persönlich ist es nicht wichtig wie viele Follower man hat, sondern wie man seine Bilder präsentiert, wie viel Mühe man sich für die Seifenblase gibt. Für außenstehende mag das vielleicht seltsam klingen und schwer nachvollziehbar sein. Aber für mich ist zum Beispiel ein Computerspiel oder ein Autorennen auch nicht so interessant. Mich motivieren Sportbilder oder Diät-Erfolge und ich freue mich mit diesen Menschen. Das schönste ist, dass ich in meiner Seifenblasen Welt auch viele neue Leute kennen lernen durfte. Sie teilen die Liebe für Seifenblasen und legen auch gerne einen Filter über ihr Leben. Im „echten Leben“ hätte ich diese Menschen nicht getroffen. Aber da ihr Leben durch das gleiche Hobby geprägt ist, haben wir uns kennen gelernt. Manche lachen und sagen wir seinen Freaks, aber mal ehrlich, in jedem von uns steckt doch ein kleiner Freak… Ich mag diese Seifenblasen App, die das Leben filtert, mittlerweile gehört es zu einfach zu mir, zu bloggen und mich auf diesem Wege mit anderen positiv auszutauschen. Ich werde dort auch weiter mein Leben durch einen Filter darstellen und mit anderen positive, rosa Seifenblasen teilen. Mein Alltag ist oft stressig genug und er besteht keineswegs aus einer Seifenblase, genau aus diesem Grund schaue ich sie mir an, lege einen Filter drüber und träume für den Moment…

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